Hinterhofhaus GINO, Nürnberg

Architektur als Reflexionsfläche

Im Herzen Nürnbergs zeigt das Projekt GINO, wie eine präzise Materialwahl urbanen Raum transformieren kann. Durch den Einsatz von blankem, gezacktem Aluminium entsteht ein Baukörper, der sich nicht nur im Bestand behauptet, sondern aktiv mit dem einfallenden Tageslicht und seiner Umgebung interagiert. Ein Solitär, der Klarheit und Modernität in ein gewachsenes Hofgefüge bringt.

Shortfacts

Status: Gebaut
Zeitraum: 2018 – 2021 (Fertigstellung: 2022)
Leistungsphasen: 1 – 8
Typologie: Wohnungsbau (Hinterhofbebauung)
Auftraggeberschaft: privat
BGF: ca. 150 m²
Baukosten: ca. 650.000 €
Team: Steven Davé, Anja Davé, Alexander Hofmeier
Tragwerksplanung: Trafektum
General Constructing: Fallert + Schmidt, Märkl Dach Fassade

Nominee:
ArchDaily 2026 Building of the Year Award

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Fotos: @kim.fohmann 
Fassade: @prefaeurope @prefarenzen 
Einbaumöbel: @sadna.co 

Auf einem Grundstück an der Fürther Straße in Nürnberg wird eine Baulücke im Hinterhof geschlossen und neuer Wohnraum geschaffen. Es entsteht ein zum Hof orientiertes, dreigeschossiges Wohnhaus mit drei Einheiten. Das Gebäude fügt sich in seiner Kubatur in den von drei Seiten umbauten Bauplatz ein. Zwischen dem bestehenden Vorderhaus und dem neuen Hinterhaus entsteht ein gemeinschaftlicher Hof, der von allen Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt werden kann.

Für das neue Hinterhaus wurden großflächige Fassadenöffnungen gewählt, um eine ausreichende Belichtung der nordausgerichteten Apartments in der dicht bebauten Lage zu gewährleisten. Die Erschließung erfolgt über ein außenliegendes, freistehendes Treppenhaus, dessen tiefe Podeste gleichzeitig als Freibereiche mit Blickkontakt zum Hof dienen. Die drei Wohneinheiten verfügen jeweils über denselben effizienten Grundriss: Ein offener Raum wird durch einen rückwärtigen Einbau für Bad und Ankleidebereich zoniert.

Das Gebäude erhält eine Fassadenverkleidung aus blankem, gezacktem Aluminium, die es stark vom Kontext absetzt und zu einem eigenständigen Baukörper werden lässt. Diese helle Fassade reflektiert das Licht in den Innenhof, nimmt die Farben der Umgebung auf und verändert ihre Erscheinung je nach Tageszeit und Wetter. Der Bau wurde als Massivbau aus Hochlochziegeln mit vorgehängter, hinterlüfteter Fassade auf einer Mikrobohrpfahlgründung erstellt. Grüne Farbakzente an Brüstungen, Schiebefenstern und im Innenausbau runden das gestalterische Konzept ab.

Einblicke in die Planung

2022

Fertigstellung

1-8

Leistungsphasen

ca. 150 m²

BGF

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