Dorfhaus und Johann-Desch-Platz, Glattbach
Weiterbauen statt Neubauen – Eine neue Mitte für Glattbach
Das Entwurfskonzept für die Neugestaltung des Johann-Desch-Platzes versteht sich als sensibles Weiterbauen der historisch gewachsenen Dorfstruktur. Ziel der Intervention ist es, die verborgenen Qualitäten des Ortes freizulegen und sie in eine neue, lebendige Mitte zu überführen. Es entsteht ein räumlich und sozial durchlässiges Gefüge, das unterschiedliche Generationen verbindet und als identitätsstiftender Treffpunkt den Gemeinschaftssinn stärkt.
Shortfacts
Jahr: 2025
Typologie: Städtebau / Öffentliches Gebäude / Freiraumplanung
Zusammenarbeit: ARGE
studio sufuco Architekt*innen (Nürnberg),
LEPH Architektur (Hamburg),
Treibhaus Landschaftsarchitektur (Hamburg)
Ort: Glattbach
Auslober: Gemeinde Glattbach [TBD]
Baukosten: ca. 2,17 Mio. €
(720.000 € Dorfhaus, 1.450.000 € Freiraum)
Mitarbeit: Anja Davé, Christian Vogel, Klaus-Peter Lorenz,
Mengyi Han, Bennet Handtmann, Yara Eisinger
Ergebnis Wettbewerb:
1. Preis
Das neue Dorfhaus fasst den Platz an seiner südlichen Kante und orientiert sich in Lage und Form am historischen Dorfgrundriss – am Ort des ehemaligen Geburtshauses von Johann Desch. Mit seinem giebelständigen Baukörper zur Straße und den weit auskragenden Dachüberständen fügt sich das Gebäude harmonisch in die gewachsenen Hofstrukturen ein.
Zentraler Aspekt der Planung ist der Umgang mit dem Bestand: Das Ensemble aus Feuerwehrhaus und Schwesternhaus wird als wertvolle Ressource begriffen. Der Entwurf schlägt eine behutsame Transformation vor, bei der robuste Strukturen erhalten bleiben und lediglich überflüssige Anbauten rückgebaut werden. Durch das Aufsetzen neuer Schichten entsteht ein zukunftsfähiges Ensemble, das im Sinne der Bauwende das Prinzip „Weiterbauen statt Neubauen“ konsequent umsetzt. So wird ein flexibler Rahmen geschaffen, der auch auf zukünftige Bedürfnisse der Gemeinde reagieren kann.
Grundriss
Pikto
Rendering / Visualisierung
2025
Jahr
ca. 2,17
Mio. €
Baukkosten
1. Platz
Ergebnis


